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BSW/BfN thematisiert fehlende ganzjährig zugängliche öffentliche und barrierefreie Toiletten am Tollensesee

Die Fraktion BSW/BfN in der Stadtvertretung Neubrandenburg hat die Situation öffentlicher und barrierefreier Toiletten rund um den Tollensesee in einer Anfrage an den Oberbürgermeister aufgegriffen. Hintergrund sind zahlreiche Hinweise aus Bürgergesprächen, Wahlkampfständen und persönlichen Begegnungen mit Einwohnern, die auf fehlende oder schwer auffindbare Toiletten hingewiesen haben.

Besonders Familien mit Kindern, ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen sowie sportlich aktive Besucher des Tollensesees seien auf gut erreichbare sanitäre Anlagen angewiesen. Eine ausreichende Infrastruktur sei daher entscheidend für die Attraktivität des beliebten Naherholungsgebietes.

Aus der Antwort der Stadtverwaltung geht hervor, dass sich im Umfeld des Tollensesees vier öffentliche und barrierefreie Toilettenanlagen befinden. Diese sind jedoch nicht durchgehend und nicht ganzjährig frei zugänglich, sondern an Öffnungszeiten gebunden.

So sind die Toiletten in den Strandbädern Broda und Augustabad während der Badesaison vom 15. Mai bis 15. September täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet sowie zusätzlich an Wochenenden von Ostern bis Anfang Oktober.

Weitere Anlagen befinden sich:

  • am Tierhof im Kulturpark, ganzjährig geöffnet (Sommer: 8:00–21:00 Uhr, Winter: 8:00–17:00 Uhr)
  • am Eispavillon in der Schillerstraße, ganzjährig abhängig von den Café-Öffnungszeiten (ca. 9:00–21:00 Uhr).

Die Stadt verweist zudem darauf, dass die Standorte im digitalen Stadtplan unter der Rubrik „City-WC“ einsehbar sind.

Ein spezielles Förderprogramm ausschließlich für den Bau öffentlicher Toiletten existiert laut Verwaltung weder auf Bundes- noch auf Landesebene. Allerdings können entsprechende Anlagen im Rahmen größerer Infrastruktur-, Tourismus- oder Stadtentwicklungsprojekte grundsätzlich förderfähig sein, etwa über die Infrastrukturrichtlinie des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Die Fraktion BSW/BfN sieht dennoch Handlungsbedarf. Gerade an stark frequentierten Orten wie dem Tollensesee müsse die öffentliche Infrastruktur besser ausgebaut und vor allem ganzjährig nutzbar sein. Dazu gehören auch ausreichend ausgeschilderte, barrierefreie Toilettenanlagen für Besucherinnen und Besucher der Stadt.


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