Kommunalanträge

Neubrandenburg: Obdachlosigkeit unter jungen Menschen bleibt Thema


Die Fraktion BSW/BfN in der Stadtvertretung Neubrandenburg hat sich mit der Situation obdachloser junger Menschen in der Vier-Tore-Stadt beschäftigt. Hintergrund ist eine Anfrage des Stadtvertreters Harry Hahne zur Entwicklung der Zahlen in den vergangenen Jahren.

Aus der Antwort des Oberbürgermeisters geht hervor, dass in der Obdachlosenunterkunft der Stadt regelmäßig auch junge Erwachsene unter 28 Jahren untergebracht sind. Demnach wurden in der Unterkunft in der Eichhorster Straße folgende Zahlen registriert:

  • 2022: 10 Personen
  • 2023: 6 Personen
  • 2024: 15 Personen
  • 2025: 14 Personen

Aktuell befinden sich nach Angaben der Stadt drei Personen aus dieser Altersgruppe in der Unterkunft. Minderjährige unter 18 Jahren wurden dort in den Jahren 2022 bis 2025 nicht untergebracht.

Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass die Zuständigkeit für viele Fragen der Jugendhilfe beim Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt. Deshalb beziehen sich die vorhandenen Daten in erster Linie auf Gäste des städtischen Obdachlosenheims.

Als Unterstützungsangebot wird unter anderem das Projekt „@Home“ genannt, das obdachlose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen niedrigschwellig beraten und bei Bedarf auch direkt vor Ort aufsuchen soll.

Die Fraktion BSW/BfN sieht weiterhin Klärungsbedarf: Gerade junge Menschen ohne festen Wohnsitz benötigen frühzeitige Hilfe, klare Zuständigkeiten und ausreichend Unterstützungsangebote. Deshalb soll das Thema auch auf Kreisebene weiter verfolgt werden, insbesondere im Jugendhilfeausschuss.

Fazit:
Auch wenn laut Stadt derzeit keine besonderen Problemlagen festgestellt wurden, zeigen die Zahlen, dass Wohnungslosigkeit unter jungen Erwachsenen in Neubrandenburg real vorhanden ist. Für Politik und Verwaltung bleibt es daher eine wichtige Aufgabe, frühzeitig Hilfe anzubieten und Perspektiven zu schaffen.


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