Stadtwald Broda: BSW/BfN fragt nach Umgang mit historischen Grabstätten
Die Fraktion BSW/BfN in der Neubrandenburger Stadtvertretung hat sich mit einer Anfrage von Ratsherrn Hans-Jürgen Schwanke nach dem Zustand historischer Grabstellen und Grabsteine im Stadtwald Broda, nahe der Seeperle, erkundigt.
Anlass waren mehrere Grabstellen und Grabsteine, die vor Ort teilweise ungeordnet beziehungsweise liegend vorgefunden wurden. Die Fraktion wollte unter anderem wissen, wer für die Anlagen zuständig ist, ob es sich noch um offiziell ausgewiesene Grabstätten handelt und wie mit den vorhandenen Grabsteinen künftig umgegangen werden soll.
Die nun vorliegende Antwort der Stadt schafft Klarheit: Bei den Anlagen handelt es sich um die Überreste des im Jahr 2003 entwidmeten Friedhofs Broda. Die Fläche gehört inzwischen zum Stadtwald und steht zugleich unter dem Schutz als Bau- und Bodendenkmal. Für die Bewirtschaftung des Waldareals ist der Stadtforst zuständig.
Nach Angaben der Stadt wurden bereits im Jahr 2007 in Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde Maßnahmen zum Schutz vor Vandalismus und zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit durchgeführt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden die Grabstellen zurückgebaut und die vorhandenen Grabsteine niedergelegt. Diese sollen jedoch als Bestandteil des Bau- und Bodendenkmals erhalten bleiben.
„Uns war wichtig, Klarheit darüber zu bekommen, was es mit den historischen Grabstellen im Stadtwald Broda auf sich hat und wer für diesen Bereich verantwortlich ist“, erklärt Ratsherr Hans-Jürgen Schwanke.
Positiv bewertet die Fraktion die angekündigte Aufstellung einer Informationstafel, mit der die Geschichte und Bedeutung dieses besonderen Ortes künftig für Besucherinnen und Besucher nachvollziehbar gemacht werden soll.
Damit wird deutlich: Die Grabsteine sind nicht einfach aufgegebene oder vergessene Grabstätten, sondern Teil eines geschützten historischen Ortes. Eine verständliche Information vor Ort kann dazu beitragen, die Geschichte des ehemaligen Friedhofs Broda stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
